
Redliche Agnostik
Eine Erkenntnisethik zwischen Wissen, Nichtwissen und existenzieller Offenheit
Wie lässt sich verantwortlich handeln, wenn Gewissheit fehlt?
Wir müssen Entscheidungen treffen, obwohl wichtige Fragen offenbleiben. Wir vertreten Überzeugungen, deren Gründe unterschiedlich weit tragen. Und wir hoffen auf Dinge, die wir nicht wissen können. Wie können wir dabei unseren eigenen Standpunkt vertreten und zugleich offenbleiben für neue Erkenntnisse?
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Mit Redliche Agnostik entwickelt Alfred S. Behn-Eschenburg eine philosophisch begründete Haltung zum Umgang mit begrenztem Wissen. Ihr Kern ist die Bereitschaft, die eigenen Überzeugungen sorgfältig zu prüfen, ihre Grenzen offenzulegen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Zweifel und Entschlossenheit können dabei zusammengehören: Wir dürfen Position beziehen, ohne unsere Position für unfehlbar zu halten.
An Beispielen aus dem Alltag, aus Organisationen und aus existenziellen Fragen zeigt das Buch, wie sich Befund, Erklärung, Deutung, Glaube und Hoffnung unterscheiden lassen. Zwei eigens entwickelte Denkwerkzeuge – die Erkenntnisordnung E1–E7 und die Denkordnung RA-7 – helfen, Aussagen genauer einzuordnen und Entscheidungen unter Ungewissheit nachvollziehbar zu begründen.
Auch der Autor stellt sich diesem Anspruch. Er legt seinen persönlichen Glauben an ein Weiterleben nach dem Tod offen, ohne ihn als Wissen auszugeben. Damit wird die vorgeschlagene Haltung am eigenen Urteil prüfbar.
Redliche Agnostik richtet sich an Menschen, die ihre Überzeugungen besser verstehen, begründet entscheiden und für neue Gründe erreichbar bleiben möchten. Das Buch lädt dazu ein, mit offenen Fragen zu leben und dennoch verantwortlich zu handeln.
Alfred S. Behn-Eschenburg · Abbizco Editions · 408 Seiten
