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DLF – Dual Logic Framework

Urteilskraft, Festlegung und Verantwortung unter Unsicherheit

DIE LOGIK

DLF ist der Obertitel für ein pragmatisches Problem, das in Organisationen oft verdeckt bleibt: Es gibt eine Logik des Handelns (Tempo, Output, Umsetzung) – und eine Logik des Urteilens (Maßstab, Verantwortung, Nebenwirkungen). Wenn diese beiden Logiken nicht sauber unterschieden und verbunden werden, entstehen typische Fehlformen moderner Führung: Aktivismus statt Entscheidung, Tool-Glaube statt Urteilskraft, Kommunikation statt Festlegung – und am Ende eine Verantwortungsdiffusion, in der niemand mehr sagen kann, worauf man sich stützt.

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DLF beschreibt die Schnittstelle, an der Organisationen am häufigsten kippen: Wie wird aus Information Bedeutung, aus Bedeutung eine Festlegung – und aus Festlegung eine überprüfbare Praxis? Es ist kein weiteres Managementmodell, sondern ein Ordnungsrahmen, der Denken und Entscheiden unter Unsicherheit stabil hält – gerade dort, wo Komplexität steigt und KI scheinbare Objektivität erzeugt.

 

DLF erfüllt drei Funktionen

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  • ​Begriffs- und Maßstabsklarheit. DLF macht sichtbar, welche Art von Aussagen, Kriterien und Verantwortungen im Spiel sind, bevor gehandelt wird. Das schützt vor dem Muster, dass man „richtig“ wirkt, aber auf wackligen Prämissen steht.​

  • Verbindung von Urteil und Umsetzung. DLF sorgt dafür, dass Entscheidungen nicht nur gefällt, sondern zurechenbar und lerngebunden werden – mit einer Prüfspur, die Nebenwirkungen und Kurskorrekturen erlaubt, ohne in Beliebigkeit zu treiben.

  • Rahmen für den Einsatz von KI. DLF ist ein Gegenmittel zur algorithmischen Autorität. KI darf unterstützen (Analyse, Optionen, Simulation) – aber sie darf nicht ersetzen: Maßstäbe setzen, Verantwortung tragen, Festlegungen legitimieren. Die zentrale Idee lautet: KI kann das Denken beschleunigen – aber sie darf das Urteilen nicht entmündigen.

 

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​Vom Denkrahmen zur Architektur

 

DLF als Grundlage für das kommende Agentensystem (SaaS)

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Auf DLF wird derzeit ein Agentensystem aufgebaut, das als SaaS verfügbar werden soll. Dabei geht es nicht um „KI als Orakel“, sondern um KI als strukturierte Entscheidungsassistenz: ein System, das Kommunikation, Diagnose-Inputs, Annahmen, Kriterien und Entscheidungen so organisiert, dass eine Organisation über Zeit lernfähig bleibt.

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Das Agentensystem wird typischerweise vier Rollen bündeln:

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  • Dialog-Agent: öffnet Perspektiven, macht Konflikte produktiv und klärt Begriffe – ohne die Entscheidung vorwegzunehmen.

  • Diagnose-Agent: verdichtet Muster und Signale aus Texten, Interviews oder Dokumenten; macht kulturelle Logiken und Spannungen sichtbar, bleibt aber in Hypothesenform.

  • Navigation-Agent: unterstützt bei Entscheidungsoptionen, Trade-offs und Prüfdesign; dokumentiert die Entscheidungslogik und erzeugt eine belastbare Lernspur.

  • Governance-Agent: hält Regeln, Grenzen und Verantwortlichkeiten stabil (wer entscheidet was, welche Daten dürfen hinein, welche Outputs sind zulässig, welche Prüfungen sind Pflicht), damit KI-Nutzung nicht zur Entlastungsfantasie wird.

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Das Ergebnis ist eine epistemische Infrastruktur: nicht mehr Output um jeden Preis, sondern bessere Festlegungen – nachvollziehbar, überprüfbar, verantwortet. In den kommenden Monaten folgen Einblicke in die Architektur, Prototypen und erste Pilotanwendungen.

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DLF. Urteil. Verantwortung. Lernspur.

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DIE TRANS-
FORMATION

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