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SERIE WERKSTATT DER URTELISKRAFT

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01 Epistemische Perspektive

Das ist meine Heim-Arena: Was gilt als Wissen? Wie entstehen Gewissheiten in Organisationen? Wie kippt Urteilskraft in Aktivismus, Tool-Glauben oder „algorithmische Autorität“?
Ein Essay aus dieser Sicht könnte ELM als Urteilslogik und ATF als Festlegungs- und Verantwortungsarchitektur beschreiben – ohne in Motive, Emotionen oder innere Konflikte zu gehen, sondern als Frage der Begründbarkeit und der Zurechenbarkeit von Entscheidungen.

02 Organisationssoziologische Perspektive

Hier geht es nicht um Psyche, sondern um Rollen, Strukturen, Entscheidungsprämissen, Kommunikationslogiken.
Du könntest sehr stark zeigen: Transformation scheitert nicht nur an Menschen, sondern an Formen: „Wer darf was sagen? Was zählt als Entscheidung? Was wird dokumentiert, was verschwindet?“
ELM wäre dann die Brille für „was als vernünftig gilt“, ATF die Maschine, die Festlegungen in der Struktur verankert.

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03 Politökonomische Perspektive

Das ist eine besonders spannende Brücke zu deinem geopolitischen Denken: Transformation ist nie neutral, weil Ressourcen, Budgets, Macht und Interessen im Spiel sind.
Du könntest schreiben über „Transformationsprogramme als Umverteilungsmaschinen“: Wer gewinnt Kontrolle, wer verliert Autonomie? Wie werden Tools zu Machtverstärkern?
Hier kannst du deine Oligarchie-/Plutokraten-Linse subtil andocken, ohne dass es zum geopolitischen Buch wird.

04 Recht, Compliance, Haftung

Sehr unterschätzt – und sehr wirksam, weil es sofort „Erwachsenenrealität“ erzeugt.
Nicht Psychologie, sondern: Was passiert, wenn Entscheidungen delegiert werden (an Projekte, Teams, KI, Agenten)? Wer haftet? Was bedeutet Nachvollziehbarkeit?
ATF lässt sich hier als „Governance-Minimum“ extrem sauber argumentieren: Nicht Bürokratie, sondern Schutz vor Verantwortungsdiffusion.

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05 Technologische Perspektive

Nicht „KI-Psychologie“, sondern Systemlogik: Daten, Modelle, Agenten, Feedback-Schleifen, Drift, Blackbox-Entscheide.
Du könntest zeigen: Wenn Urteilen an Systeme ausgelagert wird, verschiebt sich die Fehlerform – von „falscher Meinung“ zu „falscher Modellannahme“.
Ein Essay über „Annahmen-Ledger“ als epistemisches Gegenmittel passt hier hervorragend.

06 Ethik und Verantwortung

Nicht therapeutisch, sondern normativ: Was ist verantwortliches Entscheiden unter Unsicherheit? Welche Pflichten entstehen, wenn man Veränderung auslöst, Nebenwirkungen produziert, Menschen betrifft?
Das ist eine starke „Publizisten-Perspektive“, weil du moralische Klarheit in einem Feld schaffst, das oft im Tool- und KPI-Sprech untergeht.

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07 Rhetorik, Sprache, Narrative

Du hast ja bereits den Faden „adäquate Sprache in der Führung“. Das ist eine perfekte nicht-psychologische Perspektive:
Welche Wörter erzeugen Handlung, welche erzeugen Nebel? Wie wird „Transformation“ zur Ausrede? Wie klingt Festlegung, wie klingt Flucht?
Das ist auch ideal für LinkedIn/Substack, weil Sprache sofort greifbar ist.

08 Historische Perspektive

Ein Essay als „Genealogie“: Wie kamen wir von Planung/Management über Change/Agilität zu Transformation/AI-Governance?
Das wirkt seriös, weil du die Modewellen einordnest und ELM/ATF als Antwort auf ein historisch gewachsenes Problem plausibilisierst – statt als „neues Framework“.

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