Projektbeschreibung
Ich arbeite an einer einfachen, unbequemen Kernfrage: Wie bleibt Urteilskraft möglich, wenn Unsicherheit steigt – und wie erkennt man im Gespräch, was wirklich gewusst, nur behauptet oder stillschweigend vorausgesetzt wird?
Aus dieser Arbeit entsteht das Epistemic Logic Model (ELM): eine Urteils- und Führungslogik für Organisationen im KI-Zeitalter. Kein Persönlichkeitsmodell, kein Methodenbaukasten, kein Coaching-Jargon – sondern eine klare Ordnung, die epistemische Status sichtbar macht und Verantwortung im Entscheiden schützt.
ELM verbindet vier Bausteine:
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ELM-Status – Beobachtung, Interpretation, Annahme, Bewertung, Festlegung: sauber trennen, statt vermischen
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ELM-Führung – epistemische Führung: Maßstäbe offenlegen, Konflikte prüfbar machen, Urteilskraft erhöhen
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ELM-Artefakte – Annahmen-Ledger, Maßstab-Klarheit, Festlegung mit Prüfspur: vom Reden zur tragfähigen Entscheidung
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ELM-KI – Grenzen algorithmischer Autorität: KI unterstützt Vorbereitung, nicht Verantwortung
ELM richtet sich an Führungskräfte, Berater und Organisationen, die nicht schneller kommunizieren wollen, sondern besser urteilen – mit Klarheit darüber, worauf Entscheidungen beruhen, wer sie trägt und wie Nebenwirkungen beobachtet werden.
Das Modell wird derzeit in Publikation und Praxis weiter verdichtet. In den nächsten Monaten veröffentliche ich Einblicke, Beispiele und erste Anwendungen.
Urteilskraft. Maßstab. Festlegung.


